Haeufig gestellte Fragen
Urologie – die wichtigsten Fragen klar beantwortet.
Welcher Autoklav eignet sich für eine urologische Praxis?
Für urologische Praxen empfehlen wir in der Regel einen Klasse-B-Autoklaven mit 12 bis 18 L, je nach Instrumentenmenge und Behandlerzahl. Da Zystoskopie-Zubehör, Sonden und Sets unterschiedlich groß sind, lohnt sich vor dem Kauf der Konfigurator oder eine kurze telefonische Beratung für die passende Größe.
Warum brauche ich für die Urologie einen Klasse-B-Autoklaven?
Klasse B bietet vollwertige Sterilisation mit fraktioniertem Vakuumverfahren und eignet sich auch für verpackte, hohle und poröse Instrumente – wie sie in der Urologie häufig vorkommen. Für die Aufbereitung kritischer Instrumente in medizinischen Einrichtungen ist in Deutschland ein Gerät der Klasse B vorgeschrieben.
Kann der Autoklav Hohlkörper und Sonden zuverlässig sterilisieren?
Ja, unsere Klasse-B-Autoklaven sind durch das fraktionierte Vakuumverfahren für Hohlkörper, Sonden und flexible kritische Instrumente geeignet. Ausgenommen sind nur Instrumente, die der Hersteller ausdrücklich als nicht autoklavierbar kennzeichnet.
Was ist der Unterschied zwischen Pro und Premium für meine Praxis?
Autoklav und Bedienung sind grundsätzlich gleich. Premium bietet zusätzlich Festwasseranschluss, LAN/WLAN-Anbindung an die Praxissoftware sowie papierlose Chargenfreigabe und Dokumentation am Touchscreen (SteriTrace). Beim Pro erfolgt die Dokumentation über integrierten Drucker und USB sowie manuelle Wasserbefüllung.
Welche Größe brauche ich – 12 oder 18 Liter?
Das richtet sich nach Menge und Länge der Instrumente pro Zyklus. Der 12 L bietet drei Trays, der 18 L fünf Trays und damit mehr Kapazität bei mehreren Behandlern. Für eine genaue Empfehlung nutzen Sie am besten unseren Konfigurator.
Erfülle ich mit Ihren Geräten die RKI-Anforderungen?
Ja. Alle unsere Geräte sind Klasse B nach EN 13060. Mit SteriTrace dokumentieren Sie jede Charge audit-sicher und papierlos; Validierung und Wartung übernehmen wir auf Wunsch vor Ort.
Ist die Validierung des Autoklaven Pflicht?
In Deutschland ist die Validierung verpflichtend für alle, die kritische Instrumente am Menschen aufbereiten – das gilt auch für urologische Praxen. Grundlage ist unter anderem die MPBetreibV. Wer keine kritischen, mit Blut oder Schleimhaut in Kontakt kommenden Instrumente aufbereitet, ist meist nicht verpflichtet.
Was bedeutet die Validierung eines Autoklaven?
Die Validierung ist eine formelle Prüfung, die nachweist, dass Ihr Autoklav und der gesamte Aufbereitungsprozess die geltenden Normen erfüllen und zuverlässig sterilisieren. Sie wird in der Regel alle zwei Jahre vor Ort mit Ihren Instrumenten als Beladung durchgeführt.
Muss die Erstvalidierung vor Ort erfolgen?
Ja, die Validierung muss laut Vorgaben vor Ort mit Ihren Instrumenten als Beladung erfolgen, da sie die tatsächlichen Bedingungen am Einsatzort prüft. Ein Versand ins Werk ist dafür nicht möglich; warten können wir ein eingesendetes Gerät, validieren jedoch nicht.
Kann ich den Autoklaven sofort nach Lieferung nutzen oder erst nach der Validierung?
Sie können das Gerät nach Lieferung und Inbetriebnahme sofort nutzen. Die Erstvalidierung ist eine Prozessvalidierung und kann auch zeitnah danach in einem separaten Termin vor Ort nachgeholt werden.
Wie oft muss der Autoklav validiert werden?
Die Revalidierung ist in der Regel alle zwei Jahre (24 Monate) fällig und wird vor Ort durchgeführt. Größere Geräte oder eine sehr hohe Zyklenzahl können eine frühere Revalidierung erfordern.
Wer führt die Validierung durch – kann ich das selbst machen?
Die Validierung muss durch einen zugelassenen Validierer mit spezieller Messtechnik erfolgen und ist selbst praktisch nicht durchführbar. Steri24 übernimmt die komplette Abwicklung vor Ort; sie kann grundsätzlich auch von einem anderen zugelassenen Anbieter durchgeführt werden.
Wie oft muss der Autoklav gewartet werden?
Die Wartung ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz alle 24 Monate vorgeschrieben, vorzeitig jedoch, sobald 1.000 Sterilisationszyklen erreicht sind – unabhängig von der tatsächlichen Nutzung.
Übernehmen Sie Wartung und Validierung vor Ort in meiner Praxis?
Ja, wir haben in der gesamten DACH-Region geschulte Techniker und Servicepartner, die für Installation, Validierung, Wartung und Reparatur vor Ort kommen. Sinnvoll und günstiger ist es, Wartung und Revalidierung als Paket an einem Termin durchführen zu lassen.
Gibt es einen Wartungsvertrag und was bringt er?
Ein Wartungsvertrag sichert die vorgeschriebenen Wartungen ab und kann die Garantie auf bis zu drei Jahre verlängern. Wir erinnern Sie rechtzeitig, vereinbaren den Termin und kümmern uns um Durchführung, Ersatzteile und Bericht; der Vertrag selbst ist kostenlos.
Welche Garantieoptionen gibt es?
Standardmäßig erhalten Sie zwei Jahre Garantie, mit Abschluss eines Wartungsvertrags verlängerbar auf bis zu drei Jahre. Die genauen Konditionen nennen wir Ihnen gerne im Angebot.
Kann ich meinen alten Autoklav austauschen lassen?
Ja. Die meisten Praxen kommen zu uns, weil sie ein älteres Gerät ersetzen. Wir beraten Sie beim Umstieg, übernehmen auf Wunsch die Rücknahme und fachgerechte Entsorgung des Altgeräts – auch herstellerunabhängig – sowie Installation und Einweisung.
Ich kenne Steri24 nicht – warum sollte ich wechseln?
Steri24 verkauft direkt ohne Umweg über Depots oder Zwischenhändler und übernimmt den Service selbst. So erhalten Sie ein dichtes Vor-Ort-Servicenetz wie bei etablierten teuren Anbietern, aber zu faireren Preisen. Hersteller seit 1957.
Wie schnell wird geliefert und installiert?
Geräte sind in der Regel kurzfristig lieferbar. Auf Wunsch übernehmen wir Anlieferung, Installation und Inbetriebnahme sowie die Erstvalidierung vor Ort. Genaue Termine stimmen wir individuell mit Ihnen ab.
Kann ich den Autoklaven selbst installieren?
Ja, Aufstellung und Inbetriebnahme dürfen Sie laut Handbuch selbst durchführen – dazu genügen eine Steckdose und destilliertes Wasser. Es gibt Anleitungen und Videos sowie eine kostenlose Einweisung per Videochat; ein Vor-Ort-Aufbau ist optional buchbar.
Reicht eine normale Steckdose oder brauche ich Starkstrom?
Eine normale Haushaltssteckdose reicht aus; Starkstrom ist nicht erforderlich. Außer dem Stromanschluss wird beim Modell ohne Festwasseranschluss kein weiterer Anschluss benötigt.
Braucht der Autoklav einen festen Wasseranschluss?
Nein. Alle Geräte sind Stand-alone mit integriertem Frisch- und Abwassertank und lassen sich manuell mit destilliertem Wasser befüllen. Ein Festwasseranschluss ist ab 12 L optional bestellbar und auch später nachrüstbar.
Welches Wasser muss ich verwenden?
Verwenden Sie destilliertes oder demineralisiertes Wasser mit möglichst niedriger Leitfähigkeit. Handelsübliches destilliertes Wasser ist geeignet; technisches Batterie- oder Bügeleisenwasser sowie Leitungswasser sind nicht geeignet und können das Gerät schädigen.
Muss der Autoklav in einem separaten Raum stehen?
Ein separater Raum ist nicht zwingend nötig; der Autoklav kann auch im Behandlungsraum stehen. Wird im Behandlungszimmer aufbereitet, darf dies nur erfolgen, wenn keine Patienten im Raum sind. Fenster und Wasseranschluss sind nicht erforderlich.
Wie lange dauert ein Sterilisationszyklus?
Die Dauer hängt von Modell, Programm und Beladung ab. Bei voller Beladung mit verpackten Instrumenten liegen Richtwerte beim 12 L bei etwa 30 bis 35 Minuten und beim 23 L bei rund 45 bis 50 Minuten. Je kleiner das Gerät, desto kürzer die Laufzeit.
Welche Programme hat der Autoklav?
Die Geräte verfügen über mehrere Sterilisationsprogramme, unter anderem Universal/Solide, Hohl, Porös/Textil, Prion sowie ein Kurz-/Schnellprogramm und den Vakuumtest. Die genaue Programmliste steht in der Bedienungsanleitung des jeweiligen Modells.
Wie dokumentiere ich die Chargenfreigabe?
Die Chargenfreigabe muss nach RKI dokumentiert werden – handschriftlich mit Vorlage und Sterilisationsstift oder digital mit SteriTrace. Bei Premium-Geräten erfolgt die digitale Freigabe direkt am Touchscreen; für kritische Instrumente besteht Chargenverfolgungs- und Etikettierpflicht.
Kann ich die Protokolle an meinen Praxis-PC übertragen?
Ja. Beim Pro sichern Sie die Protokolle über Drucker und USB, beim Premium per LAN/WLAN mit Anbindung an gängige Praxissoftware und papierloser Dokumentation. So sind Sie für Begehungen und das QM jederzeit audit-sicher aufgestellt.
Wie lange müssen die Sterilisationsprotokolle aufbewahrt werden?
Die Aufbewahrungsfristen variieren je nach Rechtsgrundlage; nach RKI sind es mindestens fünf Jahre, andere Grundlagen sehen längere Fristen vor. Wir empfehlen, die gesamte Dokumentation langfristig und am besten digital aufzubewahren.
Welche Instrumente müssen verpackt sterilisiert werden?
Kritische Instrumente, die Haut oder Schleimhaut durchdringen oder mit Blut in Kontakt kommen, müssen verpackt (eingeschweißt) sterilisiert werden. Semikritische Instrumente dürfen auch unverpackt autoklaviert werden. Maßgeblich ist die Risikoeinstufung nach KRINKO.
Wie werden Instrumente nach RKI/KRINKO klassifiziert?
Instrumente werden in unkritisch, semikritisch und kritisch eingeteilt. Kritisch A bezeichnet Instrumente ohne schwer erreichbare Stellen, Kritisch B solche mit Hohlräumen oder Gelenken, Kritisch C besondere Herstelleranforderungen. Die Einstufung bestimmt Reinigung, Verpackung und Tests.
Müssen Sonden verpackt und steril aufbereitet werden?
Sonden, die mit Blut oder Schleimhaut in Kontakt kommen, gelten als kritische Instrumente und müssen nach Reinigung und Desinfektion verpackt im Klasse-B-Autoklaven sterilisiert und verpackt gelagert werden. Die genaue Einstufung richtet sich nach KRINKO.
Brauche ich zusätzlich einen Thermodesinfektor?
Ein Thermodesinfektor (RDG) übernimmt die reproduzierbare, validierbare maschinelle Reinigung und Desinfektion und ist bei kritisch-B-Instrumenten erforderlich. Er ersetzt nicht die Sterilisation kritischer Instrumente im Autoklaven, sondern ist der vorgelagerte Schritt – beides erhalten Sie bei uns aus einer Hand.
Reicht ein Ultraschallreiniger statt eines Thermodesinfektors?
Bei kritisch-A-Instrumenten kann ein Ultraschallreiniger zur Reinigung ausreichen, bei kritisch-B-Instrumenten ist ein Thermodesinfektor erforderlich. Der Ultraschallreiniger ergänzt den Prozess bei der Vorreinigung, ersetzt aber nie die Sterilisation.
Wofür brauche ich ein Siegelgerät?
Mit einem Siegelgerät verpacken Sie kritische Instrumente in Sterilisationsbeuteln, bevor sie in den Autoklaven kommen. So bleiben sie nach der Sterilisation steril gelagert. Passende CertoSeal-Siegelgeräte und Container erhalten Sie bei uns aus einer Hand.
Wie oft muss ich den Vakuumtest durchführen?
Den Vakuumtest sollten Sie selbst einmal pro Woche morgens bei kalter Kammer durchführen. Er ist in der EN 13060 genormt und dauert etwa 15 bis 20 Minuten. Schalten Sie das Gerät ein und navigieren Sie im Menü zum Vakuumtest.
Ist ein Helix-Test Pflicht?
Der Helix-Test ist für kritisch-B-Instrumente bzw. verpackte Instrumente erforderlich und weist die Dampfdurchdringung nach. Er muss nicht zwingend bei jedem Gang erfolgen, viele legen ihn jedoch routinemäßig in jede Charge. Für die tägliche Routinekontrolle ist er zugelassen.
Welche Tests brauche ich für meinen Autoklaven?
Im Wesentlichen sind zwei Kontrollen relevant: der Helix-Test-Dampfindikator für kritisch-B bzw. verpackte Instrumente und der Klasse-5-Dampfindikator für kritisch-A bzw. unverpackte Instrumente. Den Bowie-&-Dick-Test benötigen Sie nur für Textilien.
Ist ein Sporentest vorgeschrieben?
Ein Sporentest ist in Deutschland für Autoklaven nicht vorgeschrieben; ausreichend sind Klasse-5- oder Helix-Tests. Sporentests sind aber möglich und können bei kritisch-B-Instrumenten sinnvoll sein.
Welche Prozessparameter gelten für eine valide Dampfsterilisation?
Gemäß EN 13060 und KRINKO liegt die Kammer im Bereich 121–125 °C oder 134–138 °C. Verbindlich sind etwa 134 °C für vier Minuten im Universalprogramm oder 121 °C für 20 Minuten – maßgeblich sind die in den Normen festgelegten Werte.
Wie zeigt der Autoklav an, ob die Sterilisation erfolgreich war?
Bei Erfolg erscheint die Meldung Zyklus beendet, gemäß EN 13060 als Text, oft mit drei Pieptönen, und die Tür entriegelt. Bei einem Fehler erscheint stattdessen ein Fehlercode.
Wie lange bleiben eingeschweißte Instrumente steril?
In einer normalen, nicht staubgeschützten Schublade beträgt die Haltbarkeit etwa sechs Monate, in einer staubgeschützten Schublade mit Gummilippe bis zu fünf Jahre. Lagern Sie das Sterilgut trocken und staubgeschützt im hygienischen Bereich.
Wann muss ich die Chargennummer auf die Verpackung schreiben?
Immer nach der Sterilisation. Mindestens die Chargennummer muss auf die verpackten Instrumente geschrieben werden, am besten mit einem geeigneten Sterilisationsstift. Tracing-Labels werden ebenfalls nach der Sterilisation aufgeklebt.
Wie belade ich den Autoklaven korrekt?
Achten Sie auf ausreichende Luft- und Dampfdurchdringung: Instrumente nicht zu dicht legen, am besten einzeln verpacken und die Beladung gleichmäßig verteilen. Vermeiden Sie Überladung, damit sich Instrumente nicht berühren oder zusammenrutschen.
Instrumente sind nach der Sterilisation feucht – was tun?
Restfeuchte oder stehendes Wasser kann mehrere Ursachen haben, etwa Beladung, Trocknung oder Dichtung. Bitte melden Sie das Problem über steri24.de/help, dann meldet sich ein Techniker zur Lösung.
Die Tür lässt sich nach dem Programm nicht öffnen – was tun?
Eine verriegelte Tür lässt sich oft durch Aus- und Wiedereinschalten oder gemeinsam telefonisch lösen. Bitte melden Sie das Problem mit Beschreibung und Fotos über steri24.de/help; bleibt die Tür verriegelt, kontaktieren wir Sie für die weitere Hilfe.
Gibt es einen Notfallservice, wenn das Gerät ausfällt?
Ja. Steri24 bietet einen 24-Stunden-Notfallservice, auch am Wochenende, mit Service direkt vom Hersteller und einem dichten Netz aus Standorten und Partnern in der DACH-Region.
Können Sie auch mein Gerät einer anderen Marke warten oder validieren?
Fremdgeräte können wir in der Regel nicht warten, da uns Ersatzteile und Herstellerfreigaben fehlen; viele Fremdgeräte können wir jedoch validieren, sofern die vorgeschriebene Wartung zuvor durchgeführt wurde. Senden Sie uns Modell und Hersteller, dann prüfen wir den Einzelfall.
Bieten Sie eine Komplettlösung für die Aufbereitung an?
Ja. Vom Thermodesinfektor über den Klasse-B-Autoklaven und das CertoSeal-Siegelgerät bis zur Wasseraufbereitung erhalten Sie die ganze Aufbereitung aus einer Hand – aufeinander abgestimmt, von einem Anbieter installiert und gewartet.
Wie finde ich heraus, welches Gerät zu meiner Praxis passt?
Am einfachsten füllen Sie unseren Autoklav-Konfigurator aus: In wenigen Minuten erhalten Sie eine passende Empfehlung inklusive Zubehör für Ihre urologische Praxis. Alternativ beraten wir Sie gerne telefonisch oder erstellen ein unverbindliches Angebot.